Es gibt kein einzelnes glutenfreies Mehl, das alles kann, was Weizenmehl kann. Die gute Nachricht: Das muss es auch nicht. Jedes von Natur aus glutenfreie Mehl hat seine eigenen Stärken – einen neutralen Geschmack, eine nussige Note, einen höheren Protein- oder Ballaststoffgehalt oder eine besondere Textur. Wenn Sie diese kennen, können Sie für jedes Gericht das passende Mehl auswählen oder mehrere für das beste Ergebnis kombinieren.
1. Neutrale Basismehle: Reis, Vollkornreis, Hirse und Sorghum
Diese Mehle sind vielseitige Alltagshelfer. Sie schmecken mild und lassen anderen Zutaten den Vortritt.
- Reismehl – fein, seidig und neutral. Ideal für Mürbeteig und süße Teige, Knödel, Pfannkuchen und Pudding sowie als zuverlässiges Bindemittel für Suppen, Soßen und Eintöpfe.
- Vollkornreismehl – aus braunem Vollkornreis hergestellt, mit einer dezenten nussigen Note und etwas mehr Biss.
- Hirsemehl – mild und leicht süßlich; eignet sich zum Binden und, mit anderen Mehlen gemischt, für Brot, Gebäck und Kuchen.
- Sorghummehl – neutral und leicht süßlich; verwenden Sie es für Brot, Kuchen, Pizza und Pfannkuchen mit einem Anteil von bis zu 15–20 % Ihrer Mehlmischung.
2. Mehle mit Charakter: Buchweizen und Quinoa
- Buchweizenmehl – trotz seines Namens ist Buchweizen nicht mit Weizen verwandt. Es hat einen erdigen, nussigen Geschmack und eignet sich ideal für Pfannkuchen und dünne, ungesäuerte Fladenbrote.
- Quinoamehl – gehaltvoll und nussig; verwenden Sie es für Brot, Kuchen und Gebäck oder zum Andicken von Eintöpfen und Suppen.
Tipp: Diese Mehle haben einen kräftigeren Eigengeschmack. Verwenden Sie sie daher zunächst als Teil einer Mischung mit einem neutralen Basismehl.
3. Hülsenfruchtmehle: Kichererbse, rote Linse und grüne Erbse
Hülsenfruchtmehle sind von Natur aus reich an Protein und Ballaststoffen und entfalten ihre Stärken in herzhaften Gerichten.
- Kichererbsenmehl – für herzhafte Pfannkuchen, Fladenbrote, Bratlinge, Cremesuppen, Pasteten und Hummus.
- Rote-Linsen-Mehl – mild im Geschmack und schnell verarbeitet: für Pfannkuchen, Fladenbrote, Bratlinge und zum Andicken.
- Grüne-Erbsen-Mehl – verleiht Pfannkuchen, Fladenbroten und Bratlingen eine schöne Farbe.
Alle drei eignen sich außerdem als Eiersatz zum Panieren: Verrühren Sie das Mehl mit Wasser zu einem dickflüssigen Teig und verwenden Sie ihn anstelle von verquirltem Ei.
4. Saatenmehle: goldene Leinsamen
Goldenes Leinsamenmehl wird aus kaltgepressten goldenen Leinsamen hergestellt und ist reich an Protein und Ballaststoffen. Rühren Sie eine kleinere Menge in Brot, Pfannkuchen, Muffins und Kekse, verwenden Sie es zum Panieren oder bereiten Sie einen pflanzlichen Eiersatz zu: 1 Esslöffel Mehl + 3 Esslöffel Wasser, einige Minuten quellen lassen.
So kombinieren Sie die Mehle
Gluten hält Weizenteig zusammen. Deshalb gelingt glutenfreies Backen am besten mit einer Mischung: einem neutralen Basismehl für Leichtigkeit, einem kleineren Anteil eines Mehls mit Charakter, eines Hülsenfrucht- oder Saatenmehls für Geschmack und Nährstoffe sowie einem natürlichen Bindemittel wie Flohsamenschalen, das dem Teig Struktur verleiht. Sie möchten wissen, wie das funktioniert? Lesen Sie Was ersetzt Gluten?
Wenig Zeit? Unsere Bake-Free-Mehlmischungen sind fertig zusammengestellt – einfach Wasser hinzufügen und backen.
Gut zu wissen
- Abwiegen statt schätzen – glutenfreie Mehle nehmen unterschiedlich viel Wasser auf. Mit einer Küchenwaage erzielen Sie daher zuverlässig wiederholbare Ergebnisse.
- Richtig lagern – bewahren Sie Mehle an einem trockenen, kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung auf. Vollkorn- und Saatenmehle, die mehr natürliche Öle enthalten, sollten Sie nach dem Öffnen innerhalb eines angemessenen Zeitraums verbrauchen.
- Auf Kreuzkontamination achten – all unsere Mehle werden in einer glutenfreien Produktionsstätte hergestellt. Wenn Sie zu Hause mahlen oder mischen, halten Sie glutenfreie und weizenhaltige Geräte getrennt.
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Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist keine medizinische oder ernährungsbezogene Beratung.